zierpflanzen

allium carinatum (kiellauch)

allium carinatum ist umgangssprachlich als kiellauch oder gekielter lauch bekannt und stammt aus europa. er kann über 50 zentimeter hoch werden und eignet sich für voll- bis teilsonnige, halbtrockene bis gleichmäßig feuchte standorte.

allium carinatum

kiellauch

es existiren zwei unterarten. bei der hier abgebildeten form handelt es sich um ssp. pulchellum. die blütezeit erstreckt sich vom juni bis in den august.

allium “globemaster”

allium globemaster

die blütenstängel von allium “globemaster” können bis zu einem meter hoch werden. die blütendolden können einen durchmesser von knapp 20 zentimetern bringen. es handelt sich hier nicht um eine natürlich vorkommende art, sondern eine zuchtsorte, basierend auf a. macleanii und a. christophii.

allium “globemaster” wird auch als schnittblume angeboten. er ist winterhart und kann wie a. christophii kultiviert werden.

allium globemaster bluete

allium globemaster knospe

allium neapolitanum (neapolitanischer lauch)

der neapolitanische lauch (allium neapolitanum) stammt aus dem mittelmeerraum und ist u. a. in frankreich, portugal und spanien heimisch. er kann zwischen 20 und 50 zentimeter hoch werden. seine weißen blüten zeigt er von april bis juni.

allium neapolitanum kultiviere ich im topf, denn er scheint nicht allzuviele minusgrade zu vertragen. als substrat verwende ich eine mischung aus kakteenerde und seramis. er eignet sich für sonnige bis halbschattige standorte.

neapolitanischer lauch

während der wachstums- und blütezeit, vom frühjahr bis in den herbst, gieße ich durchdringend. der neapolitanische lauch erhält dann soviel wasser, bis die erde nichts mehr aufnimmt. in den untersetzer ablaufende reste werden nach einigen minuten entfernt. vor der nächsten wassergabe darf das substrat dann gut an-, aber nicht ganz austrocknen.

allium neapolitanum bluete

allium neapolitanum

allium siculum (sizilianischer honiglauch/bulgarischer lauch)

mit den namen ist das bei allium siculum (sizilianischer honiglauch) etwas kompliziert. denn die pflanze ist zumeist noch unter ihrer alten bezeichnung, nectaroscordum siculum im handel zu finden. angeboten wird dort relativ häufig die unterart (ssp.) bulgaricum, die mittlerweile allium siculum ssp. dioscoridis heisst. umgangssprachlich ist sie als bulgarischer lauch bekannt.

die kultur im garten ist zum glück um einiges einfacher.

bulgarischer lauch (allium siculum ssp. bulgaricum)

allium siculum ssp. dioscoridis

honiglauch

der bulgarische lauch ist in rumänien, der türkei und auf der krim beheimatet. er kann bis zu einem meter hoch werden. seine glockenförmigen blüten erscheinen von mai bis juni. der ideale standort ist voll- bis teilsonnig mit einem gut wasserdurchlässigen boden. diesen kann man mit sand oder feinem kies auflockern.

allium siculum ssp. bulgaricum ist frosthart und kann das ganze jahr über im garten kultiviert werden. ein winterschutz ist nicht notwendig.

die vermehrung erfolgt durch samen und tochterzwiebeln.

allium cernuum (nickender lauch)

das natürliche verbreitungsgebiet von allium cernuum erstreckt sich von kanada bis nach mexiko. den trivialnamen nickender lauch teilt er sich übrigens mit allium nutans.

seine rosa blüten zeigt der nickende lauch von juni bis august. er kann wuchshöhen von bis zu 40 zentimetern erreichen und wird als zierpflanze kultiviert.

nickender lauch blueten

nickender lauch

allium cernuum knospen

allium cernuum bevorzugt einen sonnigen standort mit einer mäßig feuchten, gut durchlässigen erde, die mineralische anteile in form von sand und kies enthalten kann. er eignet sich für das trockenbeet oder den steingarten.

allium karataviense (blauzungenlauch)

der blauzungenlauch (allium karataviense) verdankt seinen trivialnamen seinen breiten, grün-blau-metallisch schimmernden blättern. er stammt ursprünglich aus zentralasien und es existieren zwei unterarten (ssp.) sowie einige zuchtformen. bei der unten abgebildeten handelt es sich um “ivory queen”.

allium karataviense kultiviere ich im kübel, an einem standort mit nachmittagssonne. als substrat kommt eine mischung aus gartenerde, sand und bimskies zum einsatz. gegossen wird während der wachstumszeit durchdringend. es gibt dann soviel wasser, bis die erde nichts mehr aufnimmt. bis zur nächsten wassergabe, darf sie dann gut an-, aber nicht ganz austrocknen.

der blauzungenlauch ist winterhart. abdecken muss man ihn während dieser zeit nicht. die pflanztiefe beträgt ca. zehn zentimeter.

die zwiebel (allium cepa) als zimmerpflanze

es müssen ja nicht immer exoten sein, die man sich in die wohnstube stellt. sehr gut macht sich z. b. auch die rote form der zwiebel (allium cepa). falls bedarf in der küche herrscht, kann man ab und öfters auch mal ein blättchen abschneiden.

die pflege der zwiebel (allium cepa)

zum pflanzen kann man handelsübliche zwiebeln verwenden. es macht nichts aus, wenn die schon ein paar tage oder wochen im kühlschrank verbracht haben. solange sie noch fest sind und gut aussehen.

vor dem eintopfen werden die alten, vertrockneten wurzeln und soviel von der haut entfernt, wie sich leicht lösen lässt. dann kommen die zwiebeln zu ca. einem drittel ihrer höhe in die erde. anschliessend wird gut angegossen. die ersten blätter zeigen sich nach ungefähr ein bis zwei wochen.

als substrat habe ich eine mischung aus kakteenerde und seramis verwendet. es kann aber auch handelsübliche blumenerde zum einsatz kommen.

gegossen wird am besten durchdringend. d. h. immer soviel, bis die erde kein wasser mehr aufnimmt. was in den untersetzer/übertopf abläuft, entfernt man nach einigen minuten. bis zur nächsten wassergabe lässt man das substrat gut an-, aber nicht ganz austrocknen.

der ideale standort ist sonnig und hell. sind die zwiebeln zu dunkel platziert kann es sein, dass sie lange und dünne blätter ausbilden, die mit der zeit durchhängen.

ipheion uniflorum (frühlingsstern)

die gattung ipheion zählt ebenfalls zur unterfamilie allioideae, ihre mitglieder werden aber von einem botaniker der gattung tristagma zugeordnet. da sich diese ansicht nicht wirklich durchgesetzt hat, führe ich sie hier unter ihrem “alten” namen.

am häufigsten als zierpflanze verwendung findet ipheion uniflorum. sie ist als frühlingsstern oder sternblume bekannt und stammt ursprünglich aus südamerika (argentinie/uruguay). sie ist mit weissen, hell-/dunkelblauen und violetten blüten zu erhalten.

da ich sie erst vor kurzem gepflanzt habe, kann ich zur kultur noch nichts sagen.

ipheion uniflorum bluete

fruehlingsstern

ipheion uniflorum

tulbaghia simmleri (zimmerlauch)

tulbaghia simmleri (syn. t. fragrans) ist neu in meiner sammlung, deshalb kann ich noch nicht viel über ihn sagen. er wird manchmal als duft- oder zimmerlauch bezeichnet und stammt aus dem südlichen afrika. laut angaben des züchters soll er nur einige wenige minsugarde vertragen und muss im haus überwintert werden. er ist rosa und weiss blühend zu erhalten. bei der unten abgebildeten form handelt es sich um die weisse.

tulbaghia violacea (zimmerknoblauch)

die gattung tulbaghia ist mit allium verwandt, aus diesem grund habe ich sie hier aufgenommen. sie beinhaltet ca. 26 arten, die allesamt aus südafrika stammen. am häufigsten in kultur befinden, dürfte sich wohl tulbaghia violacea. sie ist als zimmerknoblauch, knoblauchlilie oder wilder knoblauch bekannt und soll angeblich essbar sein. das habe ich noch nicht probiert, aber ihre blätter haben einen angenehm knoblauchartigen geruch.

es ist auch eine form mit weiss gestreiften blättern zu erhalten.

tulbaghia violacea (zimmerknoblauch) pflege

nach meinen erfahrungen eignet sich tulbaghia violacea nur bedingt für die kultur als zimmerpflanze, sie ist im garten oder auf dem balkon besser aufgehoben. sie ist in unseren breiten nicht winterhart, soll aber kurzzeitig ein paar minusgrade vertragen.

am besten gedeiht sie an einem sonnigen standort.

die erde sollte gut wasserdurchlässig sein und mineralische anteile enthalten. es kann handelsübliche kakteenerde verwendet werden. bei mir kommt eine mischung aus blumenerde, bimskies und sand im verhältnis 2:1:1 zum einsatz.

vom frühjahr bis in den sommer giesse ich durchdringend. tulbaghia violacea erhält dann soviel wasser, bis die erde nichts mehr aufnimmt. was in den untersetzer abläuft, wird nach einigen minuten entfernt, denn staunässe kann zum verfaulen der wurzeln führen. vor der nächsten wassergabe darf das substrat dann austrocknen.

gedüngt wird sie nur von april bis september, dann gibt es einmal im monat handelsüblichen flüssigdünger in der halben konzentration. neu gekaufte oder frisch umgetopfte pflanzen benötigen die ersten acht wochen keine düngergabe.

während des winters steht sie hell und kühl, so zwischen 10 und 15 grad. dann giesse ich, angepasst an die temperatur, entsprechend weniger und dünge nicht.

tulbaghia violacea (zimmerknoblauch) vermehren

tulbaghia violacea kann durch teilung oder im fachhandel erhältliche samen vermehrt werden.

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