bärlauch vs. maiglöckchen

der bärlauch (allium ursinum) und das maiglöckchen (convallaria majalis) sind zwar nicht miteinander verwandt, besiedeln aber den selben lebensraum – lichte wälder. sodass das ungeübte auge die beiden pflanzen durchaus verwechseln kann, vor allem wenn sie noch keine blüten ausgebildet haben.

im gegensatz zum bärlauch, ist das maiglöckchen aber giftig und eignet sich nicht zur verarbeitung in der küche. deshalb hier eine gegenüberstellung der beiden pflanzen, mit den wichtigesten unterscheidungsmerkmalen.

bärlauch

der bärlauch bildet meist mehrere blätter aus. seine sternförmigen blüten sind doldenförmig angeordnet.

maiglöckchen

das maiglöckchen bildet meist nur ein blattpaar aus. seine blätter sind um einiges fester, als die des bärlauch. die glockenförmigen blüten hängen an einem stängel.

allium karataviense (blauzungenlauch)

der blauzungenlauch (allium karataviense) verdankt seinen trivialnamen seinen breiten, grün-blau-metallisch schimmernden blättern. er stammt ursprünglich aus zentralasien und es existieren zwei unterarten (ssp.) sowie einige zuchtformen. bei der unten abgebildeten handelt es sich um “ivory queen”.

allium karataviense kultiviere ich im kübel, an einem standort mit nachmittagssonne. als substrat kommt eine mischung aus gartenerde, sand und bimskies zum einsatz. gegossen wird während der wachstumszeit durchdringend. es gibt dann soviel wasser, bis die erde nichts mehr aufnimmt. bis zur nächsten wassergabe, darf sie dann gut an-, aber nicht ganz austrocknen.

der blauzungenlauch ist winterhart. abdecken muss man ihn während dieser zeit nicht. die pflanztiefe beträgt ca. zehn zentimeter.

schnittlauch aus samen anziehen

die einfachste art den schnittlauch (allium schoenoprasum) zu vermehren, ist das teilen von grösseren pflanzen. aber auch die anucht aus samen ist nicht sonderlich schwer. im handel sind verschiedene sorten zu erhalten.

soll der schnittlauch im topf kultiviert werden, dann greift man am besten auf eine dickblättrige sorte, wie z. b. den hier verwendeten “staro” zurück.

die samen müssen vor der aussaat nicht eingeweicht werden. man gibt sie direkt in den topf und bedeckt sie mit ungefähr einem halben zentimeter erde. ich habe hier handelsübliche kakteenerde verwendet. diese hält man gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass.

bei temperaturen so um die 15 grad zeigten sich die ersten keime nach zehn tagen.

der standort für die anzucht des schnittlauch sollte (vor allem im winter) so hell wie möglich sein. sonst kann es passieren, dass die sämlinge in die höhe schiessen und anschliessend umkippen.

hat man zu eng gesät, dann empfiehlt es sich, den topf nach und nach auszudünnen. die entnommenen sämlinge kann man in der küche verarbeiten.


ca. zwei wochen alte schnittlauch-sämlinge


die samen der speisezwiebel sind denen des schnittlauch sehr ähnlich

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